Unser Verständnis von Selbsthilfe

"Man hilft den Menschen nicht, wenn man etwas für sie tut, was sie selbst tun könnten."
Abraham Lincoln

Besser kann man Selbsthilfe nicht definieren. Deshalb steht zu Beginn der individuellen Krankheitsbewältigung die Bereitschaft jedes Betroffenen, Fähigkeiten zur Selbsthilfe zu entwickeln, sowie Hilfe und Erfahrungen anderer anzunehmen. Die Deutsche Rheuma-Liga unterstützt, begleitet und organisiert diesen Prozess.

Voraussetzung hierfür ist, dass die Krankheit akzeptiert und die Mitverantwortung für den Verlauf bewusst und aktiv wahrgenommen wird. Die Kraft der Selbsthilfe liegt nicht nur im Mitmachen, Zuhören und Informationen aufnehmen, sondern im Weitergeben, in der Solidarität und der eigenen Aktivität in allen Bereichen, die Freude am Leben vermitteln.

Aktive und bewusste Selbsthilfe überwindet die Reduzierung der Betroffenen auf Bittsteller und Mitleidsempfänger und macht sie zu selbstbewussten und mündigen Kranken.

Selbsthilfe heißt, mit Verbündeten darauf Einfluss zu nehmen, dass die Politik bessere Rahmenbedingungen sichert, damit das Recht auf Gleichstellung chronisch kranker und behinderter Menschen in der Gesellschaft möglich wird. Selbsthilfe ist aber kein Alibi für mangelnde Fremdhilfe, sondern schließt direkte Hilfe für Selbsthilfeunfähige mit ein.

Darüber hinaus bildet die Selbsthilfe Netzwerke für Betroffene, um Alltagsfragen sowie soziale Kontakte und damit Teilhabe am Leben zu ermöglichen. 


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