Weltrheumatag am 9. Oktober 2025

in Neubrandenburg

Die Rheuma-Liga-AG Neubrandenburg veranstaltete nach zwei Jahren wieder gemeinsam mit der Bechterew-, Fibromyalgie- und der Osteoporosegruppe einen Weltrheumatag. Große Unterstützung erhielten wir dabei von Frau Dr. med. Berndt (Rheumatologin, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum). Herr Bachmann von der Bechterewgruppe akquirierte dafür die meisten Sponsorengelder bei verschiedenen Pharmafirmen. Auch wir leisteten dazu finanzielle Beiträge durch Fördergelder von der Sparkasse sowie vom Benefizkonzert der Polizei.

Gemeinsam stellten wir eine inhaltliche Ausarbeitung auf und konnten viele gute Referenten gewinnen. Wir trafen uns öfter und besprachen den Stand der Vorbereitung sowie die finanzielle Ausstattung. Dabei unterstützten uns ganz besonders Frau Hase und Herr Köppe, denn die Rechnungsführung ging über die Geschäftsstelle unseres Landesverbandes. Auch für die Öffentlichkeitsarbeit mit Plakaten und in Medien wurde gesorgt. So war sogar ein Interview mit Frau Dr. med. Berndt möglich, was am 12.10. im Rundfunk ausgestrahlt wurde.

Dann war der große Tag da. Er wurde sehr gut angenommen, denn wir hatten wieder ca. 180 Gäste, die auch die Stände der Selbsthilfegruppen sowie der Pharmafirmen besuchten und sich für das ausgelegte Infomaterial interessierten.

Herr Bachmann eröffnete die Veranstaltung und moderierte sie auch gekonnt.

Frau Dr. med. Berndt hielt zwei Vorträge. Aktuelles zur Rheumatologie in Neubrandenburg und Umgebung, wobei sie feststellte, dass sich die Situation verschlechtert hat, denn in Demmin gibt es keine Rheumatologie mehr. Strategien und neue Therapien bei rheumatischen Erkrankungen, kardiovaskuläres Risiko, Impfungen bei Rheuma, Ernährung bei Rheuma – ein Potpourri.

Frau Dr. med. Piotrowska (Rheumatologin, DBK) referierte zum Thema: Der Alltag mit Fatigue-Syndrom und stellte dabei viele praktische Möglichkeiten zum Umgang mit Fatigue vor.

Da für uns alle die Bewegung sehr wichtig ist, sprach Frau Berndt (Yogalehrerin, Gesundheitszentrum Daniela Träger) zum Thema Regelmäßige Bewegung für einen positiven Krankheitsverlauf. Anschließend praktizierte sie mit uns Yogaübungen, die jeder auch zu Hause durchführen kann.

Danach folgte eine Pause mit Catering und Zeit für Gespräche, Vernetzung und Ideensammlung. Leider verließen in der Pause viele Besucher unsere Veranstaltung, was wir sehr schade fanden.

Nach der Pause stellten sich die vier Selbsthilfegruppen kurz vor und berichteten aus ihrem Gruppenleben.

Dann war es wieder an der Zeit für Regelmäßige Bewegung für einen positiven Krankheitsverlauf. Herr Loewenau (Physiotherapeut, Tollense Physio) trainierte mit uns Übungen, die auch gut in der Häuslichkeit durchgeführt werden können.

Anschließend referierte Frau Ohlrich-Hahn (Diätassistentin, Dipl. med. päd., Hochschule NB,) zum Thema Prävention und Therapie – welchen Beitrag kann die Ernährung leisten? Hier erhielten wir wertvolle Tipps für eine rheumagerechte Ernährung.

Zum Abschluss gab es Danksagungen an alle, die diese Veranstaltung organisiert und für einen erfolgreichen Verlauf gesorgt haben. So erhielten auch alle Referenten ein Präsent nach ihren Vorträgen.

Wir haben viel Zeit für diesen Weltrheumatag investiert und hatten Sorge, ob alles klappt. Aber in zwei Jahren…? Denn die Freude über die gelungene Veranstaltung und auch ein bisschen Stolz überwiegen dann doch. Außerdem hat sich wieder gezeigt, wie sehr solche Informationstage eigentlich fehlen und Menschen froh sind, dass sie endlich Ansprechpartner und Auskünfte gefunden haben.

Petra Schmelzer

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