Lübeck im Advent

25. November 2021 – noch vier Wochen bis Weihnachten und drei Tage bis zum ersten Advent. Ein schöner Anlass, um gemeinsam mit der Rheumaliga Arbeitsgruppe Ribnitz-Damgarten in das vorweihnachtliche Lübeck zu fahren.

Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Noch werden die Tage immer dunkler und wir, meine Mutter und ich, sind vor allen anderen am Treffpunkt in Ribnitz. Langsam trudelten weitere Teilnehmer der Reise ein und der Bus sammelte alle pünktlich um 7 Uhr auf. Um 10.30 Uhr kamen wir schon in der Hansestadt an. Eine erste Siedlung bauten die Slawen hier schon im 9. Jahrhundert. Die Altstadt, der im 12. Jahrhundert gegründeten Stadt, wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt der sieben Türme, wie Lübeck auch genannt wird, gilt als die Mutter der Hanse. Mit über tausend Kulturdenkmalen gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Am Holstentor fuhren wir nur mit dem Bus vorbei. Vom Busparkplatz war es nur eine kleine Fußgängerbrücke weit bis zu den malerischen Hansehäusern. Die Altstadtinsel wird von der Trave und dem Trave-Kanal umschlossen. All jene mit weniger Orientierungssinn brachte der Busfahrer zu erst zum Ratskeller, wo es später Mittag geben sollte. Meine Mutter und ich, wir stürmten gleich auf eigene Faust los, um die vorhandene Zeit möglichst gut auszunutzen. Die Marienkirche war unser erstes Ziel. Die Lübecker Markt- und Hauptpfarrkirche wurde zwischen 1277 und 1351 erbaut und gibt als die „Mutterkirche jeder Backsteingotik“, denn sie war Vorbild für rund 70 Kirchen im gleichen Stil im ganzen Ostseeraum. Dank eines kleinen Flyers konnten wir die Sehenswürdigkeiten der Kirche, wie die herrlich restaurierte Astronomische Uhr und die beiden Orgeln schnell ausfindig machen. Teile der Inneneinrichtung wurden gerade restauriert. Eine Kunstausstellung und eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Kirche waren ebenfalls sehr interessant.

Anschließend liefern wir über einen der vielen kleinen Weihnachtsmärkte der Stadt. Handwerkliches wartete an vielen kleinen Ständen auf Kundschaft.

Um 12 traf sich die Gruppe vor dem Ratskeller. Neben einer kleinen Stärkung für alle, gab es die Möglichkeit, andere Reiseteilnehmer kennenzulernen.

Anschließend pilgerten wir weiter durch die Stadt, bestaunten die alten, manchmal auch schiefen Häuser sowie kleine Gassen und Hinterhöfe. Das Highlight war jedoch die Besichtigung eines Wohnhauses. Eine Dame bat uns, nach kurzem Gespräch auf der Straße, herein und zeigte uns stolz ihr Heim, dass vor 16 Jahren umfangreich restauriert worden war. So bekamen wir einen wunderbaren Eindruck, wie es sich in einem alten Lübecker Haus lebt. Innen war alles sehr modern und liebevoll eingerichtet. Die Dame war Schmuckgestalterin und hatte hier auch ihre kleine Werkstatt.

Weiter ging es kreuz und quer durch Lübeck, bis wir dann pünktlich am Treffpunkt zurück waren. Die Mitreisenden hatte unterschiedliche Erlebnisse und Begegnungen. Der Ein oder Andere hatte natürlich im Marzipanladen und dem dazugehörigen Café Station gemacht. Busfahrer Andreas von Becker-Strelitz-Reisen brachte alle am Abend wieder sicher zurück nach Graal-Müritz und Ribnitz.

Annett Storm

 

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