Digitalisierung und Ehrenamt stärken

In Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und der Deutschen Rheuma-Liga Mecklenburg-Vorpommern e.V. ging ein wichtiges Projekt zur Stärkung des Ehrenamtes für rheumakranke Menschen an den Start.

Bei einer so vielgestaltigen Krankheit wie Rheuma ist rechtzeitiges Handeln die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie und einen positiven Krankheitsverlauf. Dabei sind Eigeninitiative und Aktivität gefragt, um das Leben trotz Rheuma gut bewältigen zu können. Es geht darum, den Verlauf der Erkrankung selbst zu beeinflussen und das Zusammenwirken von Bewegung, Schmerzlinderung, gesunder Ernährung und gesunder Lebensweise zu verstehen, um aktiv für das eigene Wohlbefinden zu sorgen. In den Projekten tritt die Deutsche Rheuma-Liga M-V e.V. stets engagiert den Vorurteilen

entgegen, dass Rheuma eine „Alte-Leute-Krankheit“ ist. Selbstverständlich gibt es sowohl

Problembereiche, die für alle Rheumatiker gleich sind als auch sehr spezielle altersspezifische Probleme ansprechen. Bei diesem Projekt, den einzelnen Projektstufen möchten wir eine möglichst umfassende Verzahnung Betroffener und notwendiger Verwaltungstätigkeiten schaffen. Durch die Stärkung des Zusammenhalts und die Festigung von Unterstützungsstrukturen zwischen den Betroffenen wird die Bereitschaft zum Dialog und zur Übernahme von Verantwortung gesteigert. Das Projekt soll eine Brücke zwischen Jung und Alt schlagen und die geschaffenen Strukturen weiter stärken und weiterentwickeln.

Die Deutsche Rheuma-Liga M-V e.V. bietet den Rahmen für die Hilfe zur Selbsthilfe, für die Beratung und Begegnung. Das bestehende Netzwerk unter aktiver Einbeziehung vieler haupt- und ehrenamtlich Tätiger, die aus eigener Betroffenheit heraus verständlich, aber auch aus Überzeugung umfassend beraten und so den Betroffenen Unterstützung im Alltag, in der Verbandsarbeit und somit neue Lebensperspektiven bietet, ist unverzichtbare Grundlage unserer Arbeit. Die Digitalisierung bietet hier die Möglichkeit notwendige und unverzichtbare Aufgaben maschinell zu be- und zu verarbeiten, um notwendige Ressourcen für die Beratung betroffener Menschen bereitzustellen, bzw. verfügbar zu machen.

Der Kontakt untereinander sowie die gemeinsame Projektdurchführung sollen zu guten sozialen Beziehungen führen, Ressourcen erschließen und fördern. Es kann ein positives Netzwerk in der Bewältigung der Krankheit aufgebaut werden, ohne altersspezifischen Barrieren zu schaffen.

Die Projektdurchführung gestaltet sich in mehreren Stufen. Diese sind miteinander verbunden, bzw. bauen aufeinander auf. Hierbei liegen die Schwerpunkte in den Bereichen einer Weiterentwicklung des Netzwerkes für die Beratung vor Ort (ländliche und strukturschwache Bereiche) und der Weiterentwicklung digitaler Angebote inkl. Hard- und Softwarepflege. Die Entwicklung eines Verbandsprogrammes sowie der Softwarepflege und Anpassung an sich permanente anzupassenden Gesetzesvorgaben (z.B. Cookies,

Datenschutz, Datenvorratshaltung) sollen vorhandene ehrenamtliche Arbeitsbereiche entlasten, damit die notwendige Arbeit vor Ort sinnvoll ausgebaut und gestärkt werden können. Administration und Bürokratie binden wichtige Ressourcen ehrenamtlich Engagierter. Die Vernetzung und Kommunikation aller Verbandsstrukturen sowie die Entwicklung weiterer Beratungsstrukturen und neuer Onlineangebote bieten großes Weiterentwicklungspotential für die Zukunft.

Darüber hinaus soll das Projekt besonders stark gegen Vereinsamung und Isolation bei allen

Altersgruppen wirken und die Bereitschaft für ein ehrenamtliches Engagement fördern.

Kurzum: Es heisst auch, Selbstbewusstsein stärken, Ich-Kompetenzen zur Krankheitsbewältigung ausbauen und nutzen.

Unter dem Motto: “Alltag bewältigen – Selbstbestimmt leben – Gesellschaft verändern“ wird das Projekt durchgeführt. In erster Linie sollen die Kontakte zu Betroffenen aktiviert und somit das Netzwerk bei der Krankheitsbewältigung gestärkt werden. Erfahrungen langjährig Betroffener sollen den jungen Betroffenen uneingeschränkt zugänglich gemacht werden und nachhaltig zur Verfügung stehen.

Mit dieser wertvollen Unterstützung kann unser ehrenamtliches Engagement nachhaltig gestärkt werden. Wir freuen uns auf die Kooperation mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Ihr Vorstand der Deutschen Rheuma-Liga Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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