Ausflug

in den Müritz-Nationalpark

Am 16.08.2024, einem herrlichen Sommertag, trafen wir Mitglieder der Rheuma-Liga, ­Selbsthilfegruppe Neustrelitz uns um 10.00 Uhr erwartungsfroh im Nationalparkdorf Boeck an der Müritz. Boeck gilt als Eingangsdorf zum Nationalpark. Zur Gemeinde Rechlin gehörend hat Boeck nur ca. 70 Einwohner. Hotels, Pensionen und Ferienunterkünfte jedoch ziehen viele Urlauber an, die Natur, Ruhe und Idylle genießen wollen. Auch wir wollten uns für einen Tag diesem Zauber hingeben und ließen erst einmal die beschauliche Atmosphäre des rundangelegten Dorfplatzes mit Gutshaus, Kutschercafe, Hotels und Pensionen auf uns wirken. Dann aber ging es los, die Leiterin unserer Selbsthilfegruppe, Frau Bentzin, begrüßte Herrn Teeg von der Müritz Akademie, der uns heute als Taiji- und Quigonglehrer in die beruhigende und heilsame Wirkung verschiedener Übungen aus diesem Bereich einweihen sollte. Unter den großen schattenspendenden Bäumen des Dorfplatzes absolvierten wir unter seiner Leitung erste Übungen zur Entspannung und Steigerung des Wohlbefindens. Dann aber stand unsere Kutsche abfahrbereit. Wir nahmen auf den gepolsterten Ledersitzen Platz und die Pferdchen trabten los. Der redegewandte, lustige Kutscher ließ uns teilhaben an vergangener und derzeitiger Dorfgeschichte, bevor wir in die Waldwege des Müritz-Nationalparkes einbogen. Auch hier fehlte es dem Kutscher nicht an ausschmückenden Geschichten, mit denen er uns Natur und Umwelt erläuterte sowie näher brachte.Dann aber wurde unsere Achtsamkeit gefordert, als er an einem bruchartigen Waldstück stehen blieb und uns animierte, in dem unwegsamen Gelände nach Dam­und Rotwild Ausschau zu halten. Erst tat sich wenig, aber dann gelang es dem einen oder anderen von uns doch, zwischen Binsen, Büschen und Unterholz mehrere Tiere auszumachen. Die Fahrt ging weiter, wir dachten, das sei es mit den Tieren gewesen. Dann kamen wir auf eine Lichtung mit vereinzelt stehenden Bäumen und da lagen bzw. sprangen zu unserer Begeisterung dann ganze Herden Rehe und Muflons um uns herum. Ein großes Reh, den Trubel wohl schon gewohnt, kam dicht an den Kutschbock heran und fraß dem Kutscher einen Apfel direkt aus der Hand. Alles zusammen - wunderschöne Anblicke und Erlebnisse. Während der Weiterfahrt machte der Kutscher uns auf besondere Gewächse, riesige Ameisenhügel, einen Kolkraben vor uns im Geäst, Fuchs- und Dachsbauten sowie sogar einem fliegenden Greifvogel aufmerksam. Wenn teilweise auch etwas stuckerig, so war es doch eine sehr schöne und lehrreiche Naturerlebnistour. Wieder auf dem Dorfplatz angekommen, wartete im Garten des Kutschercafes ein deftiger Kesselgullasch auf uns, als Mittagessen.

Dann aber übernahm Herr Teeg wieder die Regie und es schloß sich die nächste Runde Quigongübungen an in Form von Dehnübungen und Übungen zur Aktivierung von Körpermeridianen. Danach brachen wir auf zur nächsten Tagesstation, dem Gutshaus Ludow. Zum Gutshaus gehört ein herrlicher Gutspark mit altem Eichen- und Buchenbestand. Im Schatten dieser majestätischen Bäume bot sich ein freies Rasenstück wunderbar für ein weiteres Eintauchen in die Quigongtechniken an. Jede Übung, die zur Festigung mehrmals wiederholt wurde, verlangte volle Aufmerksamkeit, Konzentration und auch Standfestigkeit. Wir merkten nicht, wie die Zeit verrann, aber als die Stunde um war, spürten wir doch, was wir absolviert hatten. Jeder wird für sich bestimmt einige Übungen, die er als besonders wohltuend empfunden hat, mitgenommen haben. Wieder zum Gutshaus zurückgekehrt, wartete dann als Belohnung für uns, eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel mit frischgebackenem, leckerem Apfelkuchen. Wir fachsimpelten noch mit Herrn Teeg sowie untereinander und waren einhellig der Meinung, daß es ein erlebnisreicher und lehrreicher Tag für uns alle war

Wir danken allen, die dazu beigetragen haben. Unser ganz besonderer Dank gilt der Ehrenamtstiftung MV, die uns die finanziellen Mittel für diesen Tag als Projektföderung zur Verfügung gestellt hat.

D. Bentzin

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