Wie alles begann – und wo wir heute stehen
Nach der Wiedervereinigung gründete sich 1990 der Landesverband der Deutschen Rheuma-Liga als Stimme der Betroffenen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und ist seitdem eingebettet in den bundesweiten Verbund der Deutschen Rheuma-Liga.
Das Ziel von Anfang an war und ist die Hilfe zur Selbsthilfe, Aufklärung und Mitwirkung der politischen Interessenvertretungen.
Schnell wuchs die junge Rheuma-Liga und innerhalb des Landesverbandes.
1990 gründete sich die Arbeitsgemeinschaft Rostock, die sich zur größten Arbeitsgemeinschaft des Landes entwickelte. Kurz darauf gründeten sich weitere Arbeitsgemeinschaften in Neustrelitz (1991) und Elternkreis Rheumakranke Kinder (1991). Diese AGen wurden schnell zu Anlaufstellen für Bewegung, Beratung und Begegnung.
Was uns stark gemacht hat? Neben Bewegungs- und Therapieangeboten, dem Funktionstraining; Warmwasser- und Trockengymnastik, die wohnortnah organisiert sind und die Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften ergänzen.
Darüber hinaus ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit der Erfahrungsaustausch und die gelebte Seminarkultur, währenddessen die Teilnehmenden Wissen vermitteln und die eigene Erkrankung in Selbstmanagementkursen, wie z.B. Herausforderung Rheuma – nimm dein Leben in die Hand halfen Betroffenen, beherrschen und managen. Das bedeutet den Alltag aktiv gestalten!
Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit, im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe ist die Weiterentwicklung des Netzwerkes für die Unterstützung und Beratung zur sozialrechtlichen Orientierung, in Gesprächsgruppen und mittels telefonischer Beratung (z.B. das Rheuma-Phone).
Die Angebote des Landesverbandes werden durch ehrenamtliches Engagement in den Arbeitsgemeinschaften getragen vom Prinzip „von Betroffenen für Betroffene“.
2025 das Jubiläumsjahr.
35 Jahre nach der Gründung ist die Deutsche Rheuma-Liga Mecklenburg-Vorpommern landesweit mit vielen aktiven Arbeitsgemeinschaften präsent und unterstützen regelmäßige Kurse und Veranstaltungen.
Im November würdigt der Landesverband das Jubiläum im Rahmen der AG-Leiter/Schatzmeistertagung in Stavenhagen und macht sich stark für die lebendige Selbsthilfekultur im Land.
Wofür wir stehen noch heute? Die wirksame Selbsthilfe ist alltagsnah und unabhängig. Wir stehen als Interessenvertretung für Menschen mit chronischen Erkrankungen und bringen die Anliegen der Betroffenen in die Landes- und Gesundheitspolitik ein. Die Angebote im Landesverband sind für alle Generationen, von jungen Rheumatiker*innen bis zu Langzeitbetroffenen, ausgerichtet und evaluiert. Das verstehen wir unter Teilhabe.
Neue Herausforderungen für kommenden Jahre liegen weiterhin in der Stärkung der Versorgungsstrukturen, der Erhaltung wohnortnaher Angebote auch teilweise mit digitaler Ergänzungen. Darüber hinaus sollen die Aufklärung und die Prävention die Reichweite unserer Arbeit erhöhen und das Ehrenamt fördern. Wir machen uns bereit für die nächsten 35 Jahre.
Ein letzter Gedanke:
Aus einer kleinen, mutigen Initiative von 1990 ist eine landesweite Gemeinschaft geworden, die bewegt. Im Wasser, im Gymnastikraum, politisch und menschlich. 35 Jahre Deutsche Rheuma-Liga Mecklenburg-Vorpommern bedeuten 35 Jahre gelebte Solidarität. Darauf sind wir stolz. Und wir machen weiter.
Herzliche Glückwünsche J. Foitzik
Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden und Fördermitglieder. Spenden und Gutes tun.