20. Weihnachtskurs in Heringsdorf auf Usedom

Als ich 2012 meinen Wohnsitz wechselte und nach Bad Liebenstein zog, wurde ich durch meine Nachbarin schnell Mitglied der Rheuma-Liga. Als von Arthrose Geplagte besuchte ich die Kurse der Trocken-und Wassergymnastik regelmäßig und spüre die positive Auswirkung auf meine Gelenke. Durch die Zeitschrift der Rheuma-Liga wurden wir aufmerksam auf den Weihnachtskurs vom 17. bis 27. Dezember 2018 im Seebad Heringsdorf, den die Rheuma-Liga von Mecklenburg-Vorpommern organisiert. Recht schnell entschlossen wir uns zur Teilnahme, meldeten uns an und buchten zeitig unsere Fahrkarten bei der Deutschen Bahn, um für die weite Strecke den Supersparpreis zu erhalten.

Als wir am 17. Dezember morgens losfuhren, waren wir gespannt, was uns erwartet. Wir wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil, die Unterbringung im Kurhotel und die Verpflegung in der Kurklinik (beide Einrichtungen sind als Gebäudekomplex miteinander verbunden) konnten wir als wirklich gut bewerten. Gleich am Abend des Anreisetages hatten wir die Möglichkeit, im Foyer der Rehaklinik ein Panflötenkonzert zu genießen, welches uns gut gefiel. An Frau Lindemann, die die Leitung des Kurses übernommen hatte, konnten wir uns mit allen Fragen wenden.

In den folgenden Tagen hörten wir zwei Vorträge von Herrn Prof. Dr. Keysser über Rheuma im Alter und Sarkopenie (Muskelschwund im Alter) und einen Vortrag von Herrn Dr. Fiene über Medikamente bei Rheuma und deren Wechselwirkungen. Wir erhielten wertvolle Anregungen für den Umgang mit unseren Beschwerden und für gesunde Ernährung. Einen weiteren Vortrag hielt die Dipl.-Psychologin Freymuth über Achtsamkeit sich selbst und der Umwelt gegenüber.

Tagsüber blieb genug Zeit für Strandwanderungen, Spaziergänge durch den Ort, einen Cafébesuch oder Einkaufsbummel. Uns begeistere die Bäderarchitektur, die schönen, restaurierten Villen mit verschiedenen abwechslungsreichen Schmuckelementen. Wie sie diese inspirierten, sich im Ostseebad Heringsdorf niederzulassen und diese auch auf ihre Schmuckgestaltung zu übertragen, erzählte uns die Goldschmiedemeisterin Rebecca Grob in einem sehr interessanten Vortrag.

Auch an manchen Abenden saßen wir gern zusammen. Wir hörten ein schönes weihnachtliches Programm des Thurbruchchores. Interessante Vorträge bot Herr Gildenharr über Usedom und über Schiffs- und Naturkatastrophen.

Am 4. Advent setzten wir uns abends zusammen, hörten Gedichte und einige Erzählungen aus der Reihe „Weihnachtsgeschichten am Kamin“, die auf wahren Erlebnissen beruhen. Einige Mitglieder der Gruppe spielten abends gemeinsam Karten oder Rummikub. Dabei ging es oft recht lustig zu. Natürlich gab es auch immer die Möglichkeit das Schwimmbad oder die Sauna zu besuchen.

Recht abenteuerlich verlief die Schifffahrt zum Fort Gerhard nach Swinemünde, die einige Mitglieder der Gruppe gebucht hatten. Bei ziemlichem Wind war das Besteigen und Verlassen des Schiffes nicht ganz einfach. Aber mit Hilfe der Besatzung überstanden es alle Teilnehmer unbeschadet. Die Festung in Swinemünde ist heute ein Militärmuseum. Den dortigen Leuchtturm konnten wir auch besichtigen.

Am 24. Dezember versammelten wir uns im Foyer der Rehaklinik. Es wurde Prosecco gereicht. Wir hörten die Geschichte von der „Weihnachtsgans Auguste“ und den stimmungsvollen Gesang von zwei jungen Künstlerinnen, die von einem Pianisten begleitet wurden. Anschließend gab es das Heiligabendbuffet. Um 19.30 Uhr trafen wir uns im Klubraum der Rehaklinik wieder. Frau Lindemann hatte den Raum und die Sitzordnung so umgestaltet, dass uns sofort Behaglichkeit umfing. Die Tische waren liebevoll gedeckt mit LED-Lichtern, einem Weihnachtsteller mit Knabbereien und kleinen Präsenten für die Teilnehmer. Frau Lindemann trug uns einen besinnlichen Text vor und wir unterhielten uns in angenehmer Atmosphäre.

Am 25. Dezember konnten wir abends im Kaiserbädersaal das „The 12 Tenors-Konzert“ besuchen. Am 2. Feiertag trafen wir uns morgens zu einem Abschlussgespräch. Nachmittags traf sich die ganze Gruppe zum Kaffeetrinken im italienischen Restaurant auf der Seebrücke.

Am 27. Dezember trafen wir alle gestärkt von der guten Seeluft und dem Entbunden sein von allen Pflichten und Arbeiten mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise an. Wir dankten vor allem Frau Lindemann für ihren Einsatz beim Organisieren, Kassieren und für das Vorbereiten des Heiligabends.

Jutta Finke

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