Gemeinsamer Ausflug der Stralsunder Rheuma-Liga e.V. zusammen mit Teilnehmern

Ausflug
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Foto: Deutsche Rheuma-Liga MV, AG Stralsund
der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Stralsund

Über 40 Mitglieder der Stralsunder Rheuma-Liga e.V. und der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Stralsund starteten am 27.05.2019 morgens 08:00 Uhr mit einem modernen Reisebus des Reisedienstes Teske und dem gut aufgelegten Fahrer Rainer in Richtung Mecklenburgische Seenplatte. Erstes Ziel war die Stadt Penzlin. Das Wetter zeigte sich kühl und unsicher, wurde aber im Laufe des Tages immer besser und bescherte uns dann auf dem letzten Drittel der Heimfahrt noch viel Sonne und Wärme.

Die alte Burg Penzlin ist ein europaweit seltenes Museum zum Thema Alltagsmagie und Hexenverfolgung mit persönlichen Beispielen aus Mecklenburg. Wir erhielten eine sehr gute Führung durch eine Museumsmitarbeiterin, die uns mit fundierten Kenntnissen der lokalen und europäischen Geschichte einen wirklich interessanten Rundgang bescherte. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erstmals erbaut und war seit 1501 Stammsitz der Familie von Maltzahn. Seit 1941 gehört sie der Stadt und wurde seit 1990 aufwändig restauriert.

Am meisten beeindruckte alle Teilnehmer die physische und psychische Belastung beim Hinabsteigen in das Hexenverlies über Treppen, die in unserem Alter fast einer sportlichen Höchstleistung gleichkamen und von vielen nur im Rückwärtsgang und bei eingezogenem Kopf bewältigt werden konnten.

Da waren dann doch alle froh, als bei aufkommendem Sonnenschein die Fahrt nach Neubrandenburg fortgesetzt wurde und erst einmal etwas Erholung bot.

Dort waren wir als Zuhörer Teil eines großen Publikums aus mehreren Reisegruppen und vielen Einzelpersonen in der Konzertkirche und erlebten ein Orgelkonzert, das der Verein der Konzertkirche in regelmäßigen Abständen mit unterschiedlichen Künstlern veranstaltet. Die moderne Orgel wurde von zwei renommierten Orgelbaufirmen in relativ kurzer Zeit gebaut auf Initiative einer Privatstiftung.

Diese Stiftung veranstaltet kleine, eintrittsfreie Orgelkonzerte von 30 bis 45 Minuten zur Förderung junger Organisten. Wir erlebten eine junge Organistin aus Berlin, der man aus nächster Nähe beim Spiel und der komplizierten Bedienung aller Tasten und Register, die mit Händen und Füßen erfolgt, zusehen konnte. Sie saß allein auf der großen Bühne an dem kleinen Pult, das über ein dickes Kabel und elektronische Steuerung die Orgel zum Klingen brachte.

Die Konzertkirche ist ein architektonisches Glanzstück eines finnischen Architekten, der in der alten gotischen Backsteinhülle der St. Marien-Kirche als separate Einheit einen modernen Konzertsaal aus Beton, viel Glas und Holz entwarf. Das Gebäude und das Konzert beeindruckten uns alle.

Für das leibliche Wohl konnten wir dann in der alten Gaststätte "Lohmühle" im Zentrum sorgen, wo gutes Essen und unterschiedliche Getränke diesen rundum gelungenen Ausflug abrundeten.

Gegen 16:00 Uhr starteten wir die Heimreise, auf der das immer besser werdende Wetter, der umsichtige und unterhaltsame Busfahrer und vor allem die Organisatoren dieser tollen Fahrt, das Ehepaar Bork, das Gefühl aufkommen ließen, einen wirklich schönen Tag erlebt zu haben. Dafür gebührt allen unser Dank (auch dem Wettergott)!

Rolf Zeidler, AG Stralsund

 


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