Junge Rheumatiker fühlen sich nicht Ernst genommen

Jugendliche waren auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Sie berichteten über den schwierigen Wechsel zum Erwachsenen-Rheumatologen.


Bonn
, 05. September 2016.


Jeder dritte junge Rheumatiker bricht seine Therapie ab, wenn der Übergang vom Kinder- zum Erwachsenen-Rheumatologen ansteht. Auch weil die Fachärzte die Probleme der Jugend nicht erkennen. Damit sich das ändert, sprachen junge Rheumatiker jetzt auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh).  

Rund 2.500 junge Rheumatiker wechseln jedes Jahr zum Erwachsenen-Rheumatologen. Steht nach langer Wartezeit endlich der erste Termin an, kommt es häufig zum Bruch: Die Erwachsenen-Rheumatologen planen viel weniger Zeit für das Gespräch ein, als es die Jugendlichen gewöhnt sind. Aus der Kinder-Rheumatologie kennen sie ein familienorientiertes Modell mit ausführlichen Besprechungen und Untersuchungen. Viele Jugendliche haben das Gefühl, dass ihre Beschwerden nicht Ernst genommen werden. Sie berichteten auch, dass sie weniger Physio- und Ergotherapien verschrieben bekommen und nicht mehr alle Gelenke untersucht werden. 

Dazu kommt: Die Jugendlichen stehen mitten in der Pubertät. Sie lösen sich von ihren Eltern ab, die sich häufig um alle Termine rund um die Erkrankung gekümmert haben. Viele junge Rheumatiker lehnen in der Pubertät ihre Krankheit ab. Sie wollen so normal wie möglich leben. Die Folge: Sie brechen Therapien ab – und leiden später unter den Langzeitschäden.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, gibt es das Projekt „Mein Rheuma wird erwachsen“. Zehn Junge Rheumatikerinnen aus ganz Deutschland wurden von der Rheuma-Liga zu Transition-Peers ausgebildet, um Ärzte und Jugendliche auf die Probleme beim Übergang hinzuweisen, Tipps zu geben und Mut zu machen. Das Projekt wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Kooperationspartner ist das Deutsche Rheuma-Forschungszentrum.

Auf dem DGRh-Kongress vom 31.08. bis 03.09.2016 waren die Jugendlichen vor Ort. Sie hielten Vorträge und kamen mit vielen Ärzten ins Gespräch. Das Projekt feiert mittlerweile erste Erfolge: Einige Kliniken und Ärzte haben die jungen Rheumatikerinnen angesprochen, um den Übergang vor Ort zu verbessern und die Abbruchquote zu verringern. Mehr Infos zum dem Projekt unter: www.mein-rheuma-wird-erwachsen.de

Über die Deutsche Rheuma-Liga

Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 290.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. www.rheuma-liga.de


Ansprechpartner  

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

Miliana Romic | Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Maximilianstr. 14, 53111 Bonn 

Tel.:  0228 - 766 06-11
E-Mail: romic@rheuma-liga.de

Facebook: www.facebook.com/DeutscheRheumaLiga

Twitter: www.twitter.com/DtRheumaLigaJugendliche waren auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Sie berichteten über den schwierigen Wechsel zum Erwachsenen-Rheumatologen.

Bonn, 05. September 2016.

Jeder dritte junge Rheumatiker bricht seine Therapie ab, wenn der Übergang vom Kinder- zum Erwachsenen-Rheumatologen ansteht. Auch weil die Fachärzte die Probleme der Jugend nicht erkennen. Damit sich das ändert, sprachen junge Rheumatiker jetzt auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh).  

Rund 2.500 junge Rheumatiker wechseln jedes Jahr zum Erwachsenen-Rheumatologen. Steht nach langer Wartezeit endlich der erste Termin an, kommt es häufig zum Bruch: Die Erwachsenen-Rheumatologen planen viel weniger Zeit für das Gespräch ein, als es die Jugendlichen gewöhnt sind. Aus der Kinder-Rheumatologie kennen sie ein familienorientiertes Modell mit ausführlichen Besprechungen und Untersuchungen. Viele Jugendliche haben das Gefühl, dass ihre Beschwerden nicht Ernst genommen werden. Sie berichteten auch, dass sie weniger Physio- und Ergotherapien verschrieben bekommen und nicht mehr alle Gelenke untersucht werden. 

Dazu kommt: Die Jugendlichen stehen mitten in der Pubertät. Sie lösen sich von ihren Eltern ab, die sich häufig um alle Termine rund um die Erkrankung gekümmert haben. Viele junge Rheumatiker lehnen in der Pubertät ihre Krankheit ab. Sie wollen so normal wie möglich leben. Die Folge: Sie brechen Therapien ab – und leiden später unter den Langzeitschäden.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, gibt es das Projekt „Mein Rheuma wird erwachsen“. Zehn Junge Rheumatikerinnen aus ganz Deutschland wurden von der Rheuma-Liga zu Transition-Peers ausgebildet, um Ärzte und Jugendliche auf die Probleme beim Übergang hinzuweisen, Tipps zu geben und Mut zu machen. Das Projekt wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Kooperationspartner ist das Deutsche Rheuma-Forschungszentrum.

Auf dem DGRh-Kongress vom 31.08. bis 03.09.2016 waren die Jugendlichen vor Ort. Sie hielten Vorträge und kamen mit vielen Ärzten ins Gespräch. Das Projekt feiert mittlerweile erste Erfolge: Einige Kliniken und Ärzte haben die jungen Rheumatikerinnen angesprochen, um den Übergang vor Ort zu verbessern und die Abbruchquote zu verringern. Mehr Infos zum dem Projekt unter: www.mein-rheuma-wird-erwachsen.de

Über die Deutsche Rheuma-Liga

Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 290.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. www.rheuma-liga.de

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Miliana Romic | Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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