Aus der Arbeit der Selbsthilfegruppe Rostock-Evershagen

Bildhauer
Bildhauer
Foto: Deutsche Rheuma-Liga AG Rostock
Ich leite die Selbsthilfegruppe seit 5 Jahren.

Die vielen geplanten Aktivitäten haben uns viel Freude bereitet. Über 2 Zusammenkünfte in den Monaten April und Mai möchte ich berichten.

Im April hatten wir den Bildhauer Harald Wroost zu Gast. Er zeigte uns, an welchen Holzplastiken er gearbeitet hat und erzählte uns von seinen neuen Vorhaben. Herr Wroost ist ein Holzbildhauer aus Leidenschaft. So schuf er den Fürst Borwin III. und den Schnatermann. Die Holzplastik Borwin III. wurde aus einer 35 m hohen alten Eiche herausgearbeitet, die ein Sturm im Jahr 2002 gefällt hatte. Er wollte darin einen „Borwin für Markgrafenheide“ verewigen. Die 3,60 m hohe Holzskulptur von Fürst Borwin III. steht nun seit 2012 in Markgrafenheide am Eingang zur Rostocker Heide. Einige Jahre sind vergangen und schon arbeitet Herr Wroost an einer weiteren Skulptur. Gegenüber dem Forsthaus wird der „Schnatermann“ als Holzplastik seinen Platz finden. Der Schnatermann ist ein Stück der Rostocker Heide auf dem Gebiet der Hansestadt Rostock. Im Mittelalter wurde hier viel Holz für den Schiffbau und das Baugewerbe geschlagen. Um die Menge des ausgeführten Holzes zu überwachen, wurden Schlagbäume aufgestellt. Die Wachen dieser Schlagbäume wurden Schnatermann genannt. Mit der Zeit übertrug sich die Bezeichnung auf das bewachte Gebiet und dann auf ein am Rande des Gebietes gelegenes Forsthaus. Das alles erzählte uns Herr Wroost bei seinem interessanten Lichtbildervortrag.

Im Mai hatten wir eine Stadtrundfahrt geplant. Am 19. d.M. trafen wir uns an der Marienkirche. Ein Kleinbus holte meine 16 Mitglieder ab. Ein freundlicher und sehr belesener Fahrer, Herr Dzarnowski, machte uns den Vorschlag, einmal in die Rostocker Randgebiete zu fahren. So machten wir uns auf den Weg nach Brinkmansdorf und Kassebohm. Überall sind große neue und schöne Wohngebiete entstanden. In Kassebohm stehen 2000 Einfamilienhäuser. Weiter ging es durch das vollständig sanierte Villenviertel am Hauptbahnhof. Wie staunten wir über das Petriviertel! Dort entstehen schmucke Häuser mit einem Gelände, das zum Spazierengehen einlädt. Es war ein gelungener Nachmittag, der bei Kaffee und Kuchen ausklang. Vielleicht sind das ja 2 Anregungen für Gruppen, wie Bad Doberan und Güstrow, die Rostock schnell erreichen können?!

Renate Schultz

 


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