Ein „cooles Wochenende“ vom 4.3. - 6.3.2016 im Kurzentrum in Waren


Foto: Thomas Hofmann
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Prof. Dr. Papenfuß beim Vortrag
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Prof. Keysser beim Argumentieren
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Gespannte Zuhörer
Foto: Thomas Hofmann

Ein neues Angebot der Rheuma-Liga zur Kältetherapie bei rheumatischen Erkrankungen konnten 22 Teilnehmer, davon 5 Tagesgäste,  im Kurzentrum in Waren Anfang März nutzen. Die Vorfreude war groß und wir waren auch gespannt darauf, wieder einmal den Experten in Sachen Kältetherapie Herrn Prof. Dr. Papenfuß in einem Vortrag zu hören. Der Ablaufplan ließ erwarten, dass wir die Möglichkeit hatten, die Kältekammer mehrfach besuchen zu können. Die kurze Anreise aus Teterow, der freundliche Empfang im Kurzentrum, der anschließende Bezug der sehr schönen großzügig eingerichteten Zimmer mit Balkon und das moderne Design des erst 2012 eröffneten Hauses mit Blick zur Müritz ließen uns schnell in den Urlaubsmodus schalten.
Nach EKG, Blutdruckkontrolle und kurzem Gespräch mit dem Kurarzt, welcher uns die „Kältekammertauglichkeit“ bescheinigte, waren wir für den ersten Gang in die Kältekammer vorbereitet. Beim Vortrag von Herrn Prof. Dr. Papenfuß erfuhren wir, dass die Einsatzmöglichkeiten der Ganzkörperkältetherapie recht umfangreich sind. Mit Humor und viel Sachwissen brachte er uns sowohl Wirkungsweise als auch neue Erkenntnisse der Kältetherapie bei rheumatischen Erkrankungen und auch chronischen Schmerzen nahe. Ein therapeutischer Effekt setzt nach ca. 2,5 Minuten ein und durch den Ganzkörperkältereiz wird die Weiterleitung der Schmerzen zum Gehirn im Bereich der Lendenwirbelsäule gestoppt. In kleinen Gruppen von 2-3 Personen eingeteilt, ging es mit den ersten Terminen los. Die Bekleidungsauswahl mit Badekleidung, Socken und festen Schuhen, Stirnband, Mundschutz und Handschuhen - übrigens ein Bild für Götter! - war schon ganz witzig anzusehen. Nun gab es noch einige wichtige Informationen zum Ablauf durch die stets freundliche Therapeutin Silvia Jokisch. Sogar unseren Musikgeschmack berücksichtigte sie und die ersten Schritte ins eisige  Vergnügen konnten starten. Es ging hinein in die – 10 °C kalte Vorkammer, dann durch die 2. Kammer mit – 65°C und dann in die Hauptkammer mit - 110°C für 3 Minuten. Der Eintritt in die letzte Kammer war für uns beide schon eine kleine Herausforderung.  Wir wurden von Frau Jokisch über eine Kamera und ein Sichtfenster beobachtet und sie gab die bereits abgelaufene Zeit an. Die letzten herunter gezählten Sekunden kamen für uns im richtigen Augenblick und wir dachten nur „ geschafft…“. Im Anschluss an die Kältekammer war nun aktive Bewegung gefordert und wir „tobten“ uns in der Muckibude bzw. bei einer 20-minütigen Runde Trockengymnastik mit einer Therapeutin aus, um unsere gekühlten Körper wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Obwohl eine langfristige Schmerzreduktion in der Regel erst nach mindestens 10 Gängen zu erwarten ist, fühlten wir uns  bereits nach 3 Gängen, verteilt auf Freitag und Sonnabend, gut. Dieses Schnupperangebot war für viele von uns eine gute Gelegenheit, wieder einmal etwas Neues auszuprobieren und trotz Rheuma aktiv zu sein.
Am Sonnabend erwarteten wir unseren Herrn Prof. Keysser zu einem sehr außergewöhnlichen Vortrag zum Thema „Alternative Therapien“. Um sich auf diesem Gebiet zu informieren, nutze er neben dem Internet auch die erstaunlich sehr gut besuchte Messe über Esoterik in Rostock. Neueste Statistiken sagen aus, dass es  im Jahr 2010 ca. 20 Mrd. € Umsatz in diesem Bereich gab. Er kritisierte insbesondere, dass die sogenannte Paramedizin Heilung verspricht, ohne wirklich zu heilen. Unter dem Thema: “Die Inflation des Irrationalen“ gab es kurze Ausführungen zu Pendel und Tensorseminaren, Naturgeistseminaren, Chakrenseminaren, Engelsseminaren und weiteren ominösen Themen. Das Thema der Paramedizin wurde durch Herrn Prof. Keysser vielschichtig und ausführlich durchleuchtet und humorvoll dargeboten. Die 90 Minuten waren wie im Fluge vergangen und anstehende Fragen wurden allumfassend beantwortet.

Das Kurzentrum auf dem Papenberg, direkt am angrenzenden Kurpark gelegen, bietet viele Erholungsmöglichkeiten an und da auch das Wetter mitspielte, nutzen Viele von uns das Wochenende auch dafür. Im Eingangsbereich des Hauses gab es eine sehr schöne Ausstellung mit Skulpturen, hauptsächlich aus Holz sowie eine gemütliche kleine Bar. Ein tolles Schwimmbad mit Außenbecken, Sauna und sehr viele Therapiemöglichkeiten runden das Angebot dieses Hauses ab. Das Essen und der Service waren hervorragend. Insgesamt ein „cooles“ und sehr schönes Wochenende in Waren.

Wir hoffen, dass die Rheuma-Liga das Thema Kältetherapie bald wieder in Waren anbieten kann.

   Katrin & Thomas Hofmann 

   AG 
Teterow und
   AP des Arbeitskreises 35+

 

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