Exkursion

Ostseeforschung
Ostseeforschung
Foto: Deutsche Rheuma-Liga MV
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Ostseeforschung
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der SHG Lütten Klein der Rheuma-Liga Rostock

zum Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

am 1.07.2015

Unsere Gruppe hatte vor einiger Zeit einen Vortrag über die Polarforschung im IOW erleben dürfen und war davon sehr beeindruckt. Neugierig geworden wollten wir mehr über die Aufgaben dieses Institutes erfahren.

Frau Dr. Labrenz kam unserem Wunsch entgegen und wir verabredeten ein Treffen im

Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde.

Bei herrlichem Sommerwetter, fast zu warm für einen alten Kreislauf, machten sich 15 Mitglieder der SHG auf den Weg nach Warnemünde. Dort empfing uns das Rauschen der Ostsee. Der Geruch des Meeres und die frische Brise  ließen uns wieder besser durchatmen.

Pünktlich betraten wir das IOW, wo wir von Frau Dr. Labrenz herzlich begrüßt wurden. Frau Dr. Labrenz führte uns in den Vorlesungsraum, wir waren plötzlich wieder "Lernende" und das mit 76 Jahren! Wir lernten in 1,5 Stunden mit Frau Dr. Labrenz die Ostsee auf eine besondere Weise kennen.

Frau Dr. Labrenz stellte uns zunächst die Struktur des IOW vor.

Ca. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im IOW beschäftigt. Sie betreiben hier Meeresforschung, deren Schwerpunkt die Erforschung der Ostsee ist.

So untersuchen die Ozeanographen die Meeresströmung, die Meereschemiker sind den Schadstoffen auf der Spur und die Meeresbiologen verfolgen den Kreislauf des Lebens im Meer.

Die Meeresgeologen versuchen dagegen die Vergangenheit der Ostsee zu entschlüsseln.

Die Arbeit des IOW wird durch den Einsatz von 2 Forschungsschiffen  unterstützt, durch sie kann eine umfassende Meeresforschung erfolgen.

Die Forscher des IOW sind vernetzt mit Forschungseinrichtungen in den Ostseeanrainerstaaten und darüber hinaus, so können  Forschungserkenntnisse gebündelt werden.

Frau Dr. Labrenz weist darauf hin, dass das IOW den Ämtern und Behörden Forschungsergebnisse zur Verfügung stellt, wenn es z. B. um die Absicherung des Umweltschutzes geht. Zu berücksichtigen sind diese Erkenntnisse z. B. bei der Planung von Offshore-Bauprojekten, der Fehmarn-Belt-Querung, den Gaspipelines, Vertiefungen von Schiffswegen usw.

Die Entscheidungsträger aus der Politik, Unternehmer, Landwirte, Werften, Reedereien und die Bürger müssen sensibilisiert werden, wie man die Verschmutzung der Ostsee reduzieren kann.

Frau Dr. Labrenz Erklärungen haben uns deutlich gemacht, dass nur ein gesundes Ökosystem, zu dem auch wir Menschen gehören, die Auswirkungen einer ungünstigen Klimaveränderung verkraften kann.

Frau Dr. Labrenz erzählte über die Entstehung der Ostsee, ihren Einfluss auf die Entwicklung der Menschen und ihrer Kulturen. Wir lernten die ablaufenden Prozesse in der Ostsee kennen.

Besonders beeindruckt hat uns im IOW, dass wir erlebbar im Institut spürten, wie wichtig es den Wissenschaftlern ist, nicht nur emsig im Labor zu forschen, sondern die Ergebnisse transparent darzustellen.

Das IOW zeichnet sich auch durch eine sehr gute Öffentlichkeitsarbeit aus (Vorträge, Schriften usw.).

2015 wird mit einem interessanten Programm zu den "Warnemünder Abenden" eingeladen. Diese zu besuchen, vieleicht auch mit Freunden, wird ein Erlebnis werden.

Frau Dr. Labrenz hat uns zum Abschluss unserer Exkursion zu einer Führung der besonderen  Art ins Atrium des IOW eingeladen. Dort konnten wir die Dauerausstellung "Unsere Baltische Pfütze"

aus Sicht der Wissenschaft aber auch mit dem Auge eines Künstlers, in diesem Falle von Günter Grass, auf uns wirken lassen. Mit dem "Butt" und Zeichnungen hat er auf kreative Weise den Kreislauf des Lebens künstlerisch dargestellt.

 

Wir wünschen den Mitarbeitern des IOW viel Erfolg in ihrer Forschungsarbeit und bedanken uns herzlich bei Frau Dr. Labrenz für einen interessanten und lehrreichen Nachmittag.

Der Applaus war trotz unserer von Rheuma erkrankten Hände nicht überhörbar, na prima!

Nach dem Besuch des IOW haben wir uns im Kurhaus Warnemünde Eis und Kaffee gegönnt.

 
Bettina Ponick

 


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