Aktivworkshop des AK 35+ vom 28.07. - 31.07. 2016 in Malchow

Der diesjährige Workshop des AK 35+ fand vom 28.07. - 31.07.2016 in der Klinik Malchower See unter dem Motto „Leben mit einer rheumatischen Erkrankung – Krankheitsbewältigung“ statt.

Insgesamt 15 Teilnehmer aus Mecklenburg Vorpommern, Hamburg und dem benachbarten Schleswig-Holstein hatten sich auf den Weg nach Malchow gemacht, um ein gemeinsames Wochenende zu verbringen und Erfahrungen auszutauschen.

Nach dem Bezug der Zimmer begann der Workshop am Donnerstagnachmittag mit einem sehr interessanten Vortrag zum Thema „Schmerzbewältigung“. Die Psychologin Frau Taubert hat mit uns gemeinsam einmal die allen bekannte Schmerzskala „auseinandergenommen“, wobei jeder Teilnehmer seine ganz persönlichen Aha-Effekte hatte. Wenn wir also das nächste Mal unsere Schmerzen auf einer Skala von 1-10 einordnen sollen, werden uns die Ausführungen von Frau Taubert sehr hilfreich sein.

Da einige Teilnehmer erst später anreisten, hatten wir die obligatorische Vorstellungsrunde auf den Abend verschoben. Inspiriert vom vorangegangenen Vortrag zur Schmerzskala hatte René Witt, unser Seminarleiter, eine gute Idee. Da wir uns ja alle gut kannten, stellten wir diesmal unser momentanes Befinden bzw. unsere Krankheitsaktivität vor. Danach ließen wir den Abend mit einem gemütlichen Erfahrungsaustausch ausklingen.

Am Freitag trafen wir uns nach dem Frühstück in der Lehrküche. Frau Herrmann, die Diätassistentin der Klinik, hatte tolle Rezepte für unser abendliches Grillbuffet zusammengestellt. Innerhalb von 2 Stunden entstanden so z.B. verschiedene Brotaufstriche und Salate, Kartoffelbrötchen, Zwiebelbrot, eine gefüllte Brotblume und ein leckeres Ananas-Curry-Chutney.

Nach dem Mittagessen hatten wir dann erstmal Zeit zur individuellen Freizeitgestaltung, wobei es ganz unterschiedliche Aktivitäten, z.B. Besuch des DDR-Museums oder Besichtigung der Mühle, gab. Nach und nach traf jedoch ein Großteil der Gruppe im Café Rosendomizil ein, wo wir uns Kaffee und hausgebackenen Kuchen schmecken ließen.

Zurück in der Klinik stellte uns Frau Taubert dann verschiedene Entspannungstechniken vor. Eine Gruppe probierte autogenes Training aus, die zweite machte eine Fantasiereise. Mit etwas Übung und wenig Zeitaufwand lassen sich diese Techniken gut in den Alltag integrieren;  einfach so viel Körperfläche wie möglich ablegen, entspannen und eine kleine Auszeit von der Krankheit genießen!

Der nächste Höhepunkt dieses Wochenendes war unser in Malchow schon zur Tradition gewordener Grillabend. Das Grillbuffet hatten wir ja schon am Vormittag fleißig vorbereitet und Atze und Thomas, unsere Grillmeister, zauberten dazu noch leckere Steaks und Würstchen. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Frau Herrmann, den Service der Klinik und natürlich an die Jungs vom Grill.

Wer rastet der rostet, sagten wir uns am Samstag. Morgens brachte René bei der Warmwassergymnastik unsere Gelenke in Schwung und am Nachmittag stand Ergotherapie auf dem Programm. Einige Teilnehmer, die meine Therapieangebote schon von vorherigen Seminaren kannten, hatten sich Spiraldynamik gewünscht. Die Übungen aus dem Konzept der Spiraldynamik stellen eine gute Möglichkeit dar, Bewegungsabläufe zu optimieren und damit Schmerzen zu verringern oder auch das Bewegungsausmaß zu erweitern. Mit Übungen wie „Langer Hans“, „Rumpftwist“ oder „Wasserfall“ mobilisierten wir unsere Wirbelsäule und in einer zweiten Übungseinheit widmeten wir uns den Füßen. Die müssen uns ja den ganzen Tag durch die Gegend tragen und sollten deshalb nicht vernachlässigt werden. Die Spiraldynamik ist dabei eine Form der Therapie, die uns wieder an die ursprüngliche Beweglichkeit und Bewegung des Fußes heranführen soll, die durch Tragen von nicht anatomischem Schuhwerk oft verlernt wurde.

Am Abend trafen wir uns wieder zu einer gemütlichen Runde und Liane Ebert bot für Interessierte die Möglichkeit individuellen Modeschmuck herzustellen. Viele hatten dann am Sonntag ihr ganz persönliches Erinnerungsstück im Gepäck.

Bevor wir uns nach dem Mittagessen auf den Heimweg machten, stand noch eine kleine Schiffstour auf dem Programm. Hier konnten wir die Natur genießen und neue Eindrücke sammeln, die uns vielleicht auf der nächsten Fantasiereise gut entspannen. Auch die Übungen aus der Spiraldynamik, die sich gut in den Alltag integrieren lassen, wurden auf verschiedenen Untergründen erprobt. Wir stellten fest, dass ein schaukelndes Boot doch was Anderes ist, als festen Boden unter den Füßen zu haben.

Während der Fahrt ließen wir dann auch dieses schöne Wochenende Revue passieren und sammelten Vorschläge für kommende Veranstaltungen. Gern würden wir im nächsten Jahr auch neue Teilnehmer der Altersgruppe 35+ bei unserem Workshop begrüßen.

Vielen Dank noch einmal an alle Unterstützer und fleißigen Helfer, die dieses Treffen erneut möglich machten und zum Erfolg führten. Ein besonderer Dank geht an das Team der Reha- Klinik, den Landesverband der Rheuma-Liga und an unseren allseits beliebten Kursleiter René Witt, der selbst dem Arbeitskreis 35+ angehört.

 

 

 Silke Schulz                                                                                                                          Ansprechpartner AK 35+

 

 

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