Wochenendseminar des Arbeitskreises 35+ vom 22.10. - 25.10.2015 im Holthof in Wendelstorf


Foto: Thomas Hofmann
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Lange haben wir im Arbeitskreis 35+ darüber nachgedacht, in welcher Form und wo wir unser jährliches Wochenendseminar realisieren können. Viele Rehakliniken unseres Bundeslandes sind sehr gut ausgebucht, so dass es oft schwierig ist, für ca. 20 Personen eine Unterkunft für ein Wochenende zu organisieren und freie Termine zu finden.

Der Holthof in Wendelstorf erschien nach mehreren ausgiebigen Besichtigungen als geeignet, obwohl klar war, dass es keine umfänglich behindertengerechte Unterkunft sei. Trotzdem hat uns das Objekt allen gut gefallen und so wurden Nägel mit Köpfen gemacht und das Haus bereits im November 2014 gebucht. Jetzt ging es sowohl an die Ideensuche für das Programm als auch an die Planung der Selbstversorgung. Ein Wochenende mit Selbstversorgung hatten wir noch nicht realisiert, aber dass der Aufwand doch größer ist, hat René Witt, Ansprechpartner 35+ und Mitarbeiter des Landesverbandes, schnell gemerkt.

Endlich war es so weit und alle trudelten am Nachmittag des 22.10.2015 im Holthof ein. René hatte das „Rheumamobil“ mit dem Nötigsten, wie Getränke, Lebensmittel und viel Technik sowie sonstigem Zubehör beladen. Gemeinsam ging es dann ans Ausladen.

Nachdem René die Zimmer verteilt hatte, alle sich im Haus umgesehen hatten, gab es das erste Treffen in Vorbereitung des Abendessens und des weiteren Abends. Viele kannten sich bereits und auch 3 Gäste aus Schleswig Holstein waren an diesem Wochenende wieder einmal mit dabei. Es ist in der Zwischenzeit zu einer guten Tradition geworden, die Nachbarbundesländer zu unseren Treffen mit einzuladen. Das erste Abendbrot wurde gemeinsam zubereitet, es gab mehrere selbstgemachte Pizzen. Jeder konnte seine Wünsche anmelden und so gab es ein buntes Allerlei bei den belegten Pizzen.

Der Freitag begann mit strahlendem Sonnenschein und nach unserem Frühstück begann Silke Schulz, unsere Ergotherapeutin, mit einer kurzen theoretischen Einweisung für das Nutzen des Paraffinbades für die Hände. Nach dem die ersten Probanden die Hände in das wohlig warme Paraffinbad „tauchten“, entstand ein witziges Bild, denn alle saßen am Tisch mit im Handtuch bewickelten Händen.

In der Zwischenzeit bereiteten Thomas und René  das Feuer zum Kesseln auf der Feuerstelle im Garten des Hauses vor.

Fleißige Hände schnippelten alle Zutaten und nach einiger Zeit duftete es bereits verführerisch im Garten nach einem leckeren Mittagessen. Es war ein besonderes Erlebnis, als alle am Tisch ihr Essen probierten. „Was für eine gute Idee von René“,  war die einhellige Meinung aller. Dank auch an Atze für  notwendiges Zubehör.

Am Nachmittag begrüßten wir unseren Gast, den Kampfsportler Peter aus Rostock, der uns einige Übungen zum Thema „Bewegung trotz Rheuma“ näherbrachte. Erst gab es Tricks und Kniffe im Bereich der Selbstverteidigung in Theorie und Praxis. Mit ganz einfachen Griffen versuchte uns Peter Mut zu machen, diese zu üben. Auch für Rheumatiker war die eine oder andere Übung gut ausführbar, obwohl es bei dem Trainer natürlich viel einfacher aussah. Im Anschluss gab es noch einige Qigong-Übungen.

Der Samstag startete mit einer theoretischen Einweisung in das ayurvedische Kochen mit Frau Rybka aus Rostock. Unmengen von Gemüse, Gewürzen und sonstigen Zutaten standen bereits in der Küche. Es wurden gemeinsam, in kleinen Gruppen eingeteilt, 6 verschiedene Gerichte vorbereitet und gekocht.

Eine zweite Gruppe war erneut mit Silke Schulz ergotherapeutisch beschäftigt. Es gab Interessenten sowohl für das Paraffinbad als auch für das Korbflechten. Es war sehr gut, dass Silke Schulz ihre Tochter als Unterstützung dabei hatte, denn aus allen Ecken gab es Anfragen. Beide Gruppen hatten sehr viel Spaß.

Unbekannte Gerüche zogen durch das ganze Haus und alle waren neugierig auf das Essen.

„Die ayurvedische Küche beinhaltet vitalstoffreiche und energiespendende Nahrung, die Menschen zu einem gesunden, glücklichen und selbsterfüllten Leben führt. In Indien werden die Köche als Alchimisten der Lebensenergie bezeichnet.“ *1

Sowohl das Kochen, als auch die Gerichte waren zum Teil ungewöhnlich, da auch viele Gewürze und deren Dosierung nicht allen bekannt waren.

 Einige Teilnehmer waren total begeistert und das Ziel dieses Themas war es ja auch Neues und zum Teil noch Unbekanntes in Theorie und Praxis zu testen.

Nach dem sehr gut gewürzten Essen nutzten Viele die Möglichkeit die Umgebung kennenzulernen und auch die Ostsee mit Rerik und Kühlungsborn zu besuchen. Am Abend bildete der Vortrag der Familie Hofmann zum Thema „Reisen mit Rheumaproblemen“ einen weiteren Höhepunkt des abwechslungsreichen Tages.

Bei der gemeinsamen Auswertung gab es ein positives Feedback unseres 35+-Wochenendes.

Der Sonntag begann wieder mit einem tollen Frühstück, bei dem erneut fleißige Helfer alles vorbereiteten. Der Vormittag wurde noch einmal zum Kochen und für die Ergotherapie genutzt.

Nach dem Mittag, alles war verstaut in den Autos und die Küchen wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt worden, verabschiedeten sich alle voneinander.

Ein tolles Wochenende war wieder einmal viel zu schnell vorüber. Ein großer Dank geht an René Witt, alle fleißigen Helfer und natürlich auch an den Landesverband, denn ohne die großzügige finanzielle Unterstützung wäre solch ein Wochenende nicht durchführbar.

In einem Punkt waren sich alle Teilnehmer einig. Wir bleiben weiter aktiv im landesweit tätigen Arbeitskreis 35+ und freuen uns schon jetzt auf weitere Erfahrungen rund um unser aller Thema:

Wie kann ich trotz Rheuma aktiv bleiben und Spaß und Freude am Leben behalten.

Katrin & Thomas                                                                                               Hofmann                                                                                                                          AP des Arbeitskreises 35+

*1    2007 Europäische Akademie für Ayurveda „Lecker Kochen für jeden Tag“

 

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